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Schleimbildende Lebensmittel

Schleimfreie Ernährung nach Arnold Ehret - deine-ernaehrung.de - schleimbildende lebensmittel

Autor: Carina Rehberg

Die Liste der schleim- und eiterbildenden Lebensmittel! - Silke

Die Liste der schleim- und eiterbildenden Lebensmittel! – Silke | schleimbildende lebensmittel

Schleimfreie Ernährung nach Arnold Ehret - deine-ernaehrung.de - schleimbildende lebensmittel

Fachärztliche Prüfung: Dr. med. Jochen Handel

Aktualisiert: 28 Januar 2021

Das Leaky Gut Syndrom (LGS) ist keine neu entdeckte Erkrankung, denn schon seit mindestens den 1980er Jahren erforscht man den undichten oder lecken Darm – wie das Leaky Gut Syndrom auf Deutsch heisst. Vielleicht haben Sie schon davon gehört und vermuten, dass auch Ihre Symptome mit dieser Erkrankung in Zusammenhang stehen könnten.

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Die Symptomatiken eines Leaky Gut Syndroms können sehr vielfältig und diffus sein, wie z. B.

Da viele der genannten Symptome nicht unbedingt mit einem kranken Darm in Verbindung gebracht werden, kommen Betroffene auch meist gar nicht auf die Idee, etwas für ihr Verdauungssystem zu tun, um eine Besserung herbei zu führen.

Im Lauf der Jahre entwickeln sich dann ernsthafte Beschwerden. So werden besonders die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ( Morbus Crohn und Colitis ulcerosa) mit dem Leaky Gut Syndrom in Verbindung gebracht. Genauso Allergien, Asthma und Autoimmunerkrankungen. Viele dieser Erkrankungen gelten als unheilbar.

Das Leaky Gut Syndrom aber ist heilbar, so dass sich auch die mit ihm im Zusammenhang stehende Krankheit bessern kann, sobald sich der Darm wieder regeneriert hat.

Das Leaky Gut Syndrom betrifft insbesondere den Dünndarm, nicht den Dickdarm. Doch was bedeutet es, wenn der Dünndarm “undicht” ist?

Die Darmschleimhaut stellt eine Barriere zwischen dem Darminhalt und dem Blutkreislauf dar. Man sagt daher auch Darmbarriere dazu. Wenn die Barriere intakt ist, lässt die Darmschleimhaut lediglich Wasser und die benötigten Nährstoffe in den Blutkreislauf passieren.

Beim Leaky Gut Syndrom aber weist die Darmschleimhaut plötzlich Lücken auf, so dass jetzt auch Stoffe in den Blutkreislauf gelangen können, die dort auf keinen Fall hingehören und normalerweise mit dem Stuhl ausgeschieden werden sollten.

Dabei handelt es sich um Giftstoffe, Pilze, Pilztoxine und unvollständig verdaute Partikel. Treffen diese Substanzen nun im Blut ein, klingeln sämtliche Alarmglocken des Immunsystems.

Um die Eindringlinge zu vernichten, kommt es zu Immunreaktionen. Entzündungsstoffe werden ausgeschüttet und gleichzeitig bildet der Organismus Antikörper gegen die Fremdstoffe. Das ist sehr häufig der Beginn unterschiedlicher Allergien.

Da die Struktur der Fremdstoffe in manchen Fällen auch körpereigenem Gewebe ähnelt, kann es von seiten des Immunsystems nun zu Verwechslungen kommen. Es greift eigene Zellen an – im Glauben, es handle sich um einen der Eindringlinge. Die Autoimmunerkrankung ist da.

Zu den Autoimmunerkrankungen zählen so weit verbreitete Beschwerden wie das Rheuma ( rheumatoide Arthritis), die chronische Schilddrüsenentzündung Hashimoto Thyreoiditis oder auch die Autoimmunerkrankungen der Haut (Pemphigus foliaceus, Lichen sclerosus, Lupus erythematodes, Vitiligo, Psoriasis).

Auch die Multiple Sklerose und die Sarkoidose (Lunge, Augen, Bindegewebe) gehören dazu, eventuell Morbus Bechterew sowie die bereits genannten chronisch entzündlichen Darmerkrankungen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa (und viele mehr).

Inzwischen liegen bereits zahlreiche wissenschaftliche Studien vor, die zeigen, dass bei der Mehrzahl der aufgeführten Krankheiten, ja sogar bei Herzproblemen und autistischen Störungen nachweislich ein Leaky Gut Syndrom vorliegen kann.

Die genannten Erkrankungen sind in der Auflistung unvollständig, denn wissenschaftliche Belege für eine auffällige Verbindung zum Leaky Gut Syndrom liegen noch zu vielen weiteren Beschwerden vor.

Das bedeutet, dass zu jeder Gesundheitsprävention auch Massnahmen gehören sollten, die die Entstehung eines Leaky Gut Syndroms verhindern. Die Gefahr für die Entstehung einer ernsthaften Krankheit könnte auf diese Weise deutlich reduziert werden.

Wie aber kommt es überhaupt zur Entstehung des Leaky Gut Syndroms? Warum wird die Darmschleimhaut plötzlich undicht?

Das Leaky Gut Syndrom ist zumeist die Folge des üblichen modernen Lebensstils, denn dieser schädigt nachweislich die Darmbarriere. Um die schädigende Wirkung äusserer Einflüsse wie Ernährung, Genussgifte und Medikamente auf die Darmbarriere zu verstehen, ist es wichtig, erst einmal zu wissen, wie die Darmbarriere überhaupt aufgebaut ist:

Die Darmbarriere stellt einen Schutzwall zwischen dem Körperinneren und dem Darminhalt dar. Sie verhindert also, dass die mit der Nahrung eintreffenden Schadstoffe und Bakterien sowie Nahrungspartikel in den Blutkreislauf gelangen. Zu diesem Zweck verfügt sie über mindestens drei verschiedene Schutzschichten.

Ganz aussen befindet sich eine Schleimschicht (Mucosa-Schleim oder mucus), die aus einem besonderen Gel besteht. Viele Schadstoffe perlen an ihr ab und gelangen somit gar nicht erst in die tieferen Schichten der Darmschleimhaut.

Mit dem Mucosa-Schleim wird auch das slgA in das Darminnere abgegeben. Hierbei handelt es sich um das sogenannte sekretorische Immunglobulin A, das in speziellen Zellen unter der Darmschleimhaut gebildet wird.

Das sIgA ist ein Antikörper und gehört somit zum Immunsystem. Es bindet im Darminnern sämtliche Schad- und Giftstoffe , die es erwischen kann und entlastet so massgeblich die Darmschleimhaut. Denn sobald das sIgA ein Virus oder ein Toxin gebunden hat, wird dieses in jedem Fall mit dem Stuhl ausgeschieden und kann nicht mehr zur Darmschleimhaut geschweige denn durch sie hindurch in die Blutbahn gelangen.

Je besser der Darm daher mit sIgA versorgt ist, umso stärker das Immunsystem und umso besser ist die Darmschleimhaut geschützt.

Auf der Schleimschicht schaltet und waltet die Darmflora – ein Trupp aus Darmbakterien, der bis zu 100 Billionen Mitglieder umfassen kann. Die Darmflora hat sehr viele Aufgaben. Sie kümmert sich zum Beispiel darum, dass die Schleimschicht immer wieder neu aufgebaut wird. Sie trainiert das Immunsystem und sie produziert Nährstoffe für die Darmschleimhautzellen (kurzkettige Fettsäuren).

Die wichtigste Aufgabe der Darmflora ist jedoch, dass sie schädliche Bakterien und Pilze verdrängt, denn diese würden die Schleimhaut angreifen. Bei einer gesunden Darmflora haben die unwillkommenen Mikroben jedoch keine Chance.

Unter der Schleimschicht liegt die Darmschleimhaut (Tunica Mucosa). Sie besteht aus Schleimhautzellen, die über sogenannte Tight junctions miteinander verbunden sind. Dabei handelt es sich um bänderförmige Proteine, die die Zellen zusammenhalten. Gäbe es die Tight junctions nicht, könnten Schadstoffe ungehindert durch die Zwischenräume zwischen den einzelnen Zellen schlüpfen und in den Blutkreislauf gelangen.

Beim Leaky Gut Syndrom sind alle diese Schutzsysteme beschädigt, was heisst:

Das Leaky Gut Syndrom entsteht somit durch Faktoren, die

Oft zeigt sich, dass Menschen mit einem Leaky Gut Syndrom gerne viel Zucker und isolierte Kohlenhydrate (Zucker, weisser Reis, Weissmehl produkte wie Brot, Nudeln etc.) konsumieren und gleichzeitig wenig Ballaststoffe und Gemüse verzehren.

Meist werden dann auch noch die falschen Fette gegessen (viel Wurst, Käse sowie raffinierte Pflanzenöle) und alkoholische Getränke genossen (siehe nächster Punkt).

Eine solche Ernährung öffnet dem Leaky Gut Syndrom Tür und Tor.

Wenn überdies eine Empfindlichkeit gegen Gluten und Kasein (Milcheiweiss) vorliegt, dann beschleunigen Milch- und Getreideprodukte die Entwicklung des Leaky Gut Syndroms.

Seit mindestens der 1970er Jahre (1978, Worthington et al.) weiss man, dass Alkohol die Darmbarriere schädigen kann. Und im Fachjournal Lancet wurde 1984 eine Studie veröffentlicht, derzufolge sich Alkohol auf die Darmbarriere sehr negativ auswirkt, insbesondere dann, wenn regelmässig viel Alkohol getrunken wird. Zwei alkoholfreie Wochen braucht es mindestens, bis überhaupt erst die Regeneration der alkoholbedingten Darmschleimhautschäden einsetzen kann. Wird jedoch nur 4 Tage zwischen den Alkoholtagen pausiert – so die Studie – dann bleibt die beschädigte Darmbarriere bestehen und eine Regeneration kann nicht erfolgen.

Viele Medikamente greifen die Darmschleimhaut an und irritieren die Darmflora. Dazu gehören zuallererst natürlich Antibiotika, die nicht nur schädliche, sondern auch gesundheitsfördernde Bakterien töten. Sie dezimieren auf diese Weise die Darmflora, womit ein wichtiger Schutzschild der Darmschleimhaut beeinträchtigt wird.

Die häufige Folge einer Antibiotikatherapie ist daher eine Pilzinfektion (Candida – siehe nächster Punkt). Denn kaum sind die schützenden Bakterien der Darmflora mengenmässig reduziert, siedeln sich Pilze an (denen Antibiotika nichts anhaben können) und vermehren sich rasant.

Auch die Nicht-steroidalen Entzündungshemmer (Schmerzmittel), die sehr häufig langfristig oder sogar dauerhaft eingenommen werden, beeinträchtigen die Darmbarriere immens. Es handelt sich um ASS, Ibuprofen, Diclofenac, Indometacin und viele andere.

Sie alle sind bekannt dafür, die Magen- und Darmschleimhäute zu schädigen – und zwar so stark, dass es zu inneren Blutungen kommen kann und die Krankenkassen alljährlich dreistellige Millionenbeträge aufbringen müssen, um die Folgeerkrankungen an Magen und Darm zu behandeln.

Schleimfreie und Säurebildende Lebensmittel Pages 9 - 99 - Flip

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Cortison ist ein weiteres Medikament, das der Magen- und Darmschleimhaut zu Leibe rücken kann, so dass auch bei längerer Cortisoneinnahme die Entstehung eines Leaky Gut Syndroms möglich ist.

Bestrahlungen und Chemotherapien stellen selbstverständlich ebenfalls eine grosse Gefahr für die Darmbarriere dar. Beide Behandlungsarten zielen auf Zellen ab, die einen sehr schnellen Zyklus aufweisen, sich also in kurzen Abständen teilen und vermehren. Krebszellen gehören dazu, aber leider auch die Zellen der Darmschleimhaut. Daher kommt es bei Krebsbehandlungen oft zu massiven Magen-Darm-Beschwerden – inklusive dem Leaky Gut Syndrom.

Der Hefepilz Candida lebt bei ca 70% der gesunden Erwachsenen im Darm. Nach Antiobiotikatherapien oder auch durch den übermässigen Verzehr isolierter Kohlenhydrate (Zucker, Weissmehl), kann der Hefepilz sich über Gebühr vermehren und jetzt die Darmschleimhaut schädigen. Dies macht er auf zweierlei Wegen:

Ist der Darm schliesslich geschädigt und undicht, dann können nicht nur die Pilzgifte, sondern auch der Pilz selbst in den Blutkreislauf gelangen und sich dort bis in die Organe hinein ausbreiten. Man spricht nun von einer systemischen Pilzinfektion, die jedoch sehr selten ist und nur bei stark geschwächtem Immunsystem auftritt.

Auch Stress kann – besonders in Kombination mit Alkohol, Zucker und Medikamenten – zu Candidabefall führen und auf diese Weise die Darmschleimhaut schädigen. Aber auch ohne Candida gelten anstrengende Stressphasen, die mehrere Wochen oder gar Monate anhalten, als Risikofaktor für das Leaky Gut Syndrom.

Schon 2001 wurde im American Journal of Physiology eine kanadische Studie von Söderhalm et al. veröffentlicht, in der die Forscher schrieben, dass Stress zu Funktionsstörungen der Darmbarriere führt.

Daher kommt es nicht selten nach besonders stressigen Phasen zu körperlichen Beschwerden. Insbesondere Trauer, Trennung vom Partner, Mobbing bei der Arbeit, aber auch Panik- und Angstzustände führen zu derartigen Stressphasen.

Natürlich ist die Darmschleimhaut auch auf Nähr- und Vitalstoffe aller Art angewiesen. Herrscht hier irgendwo ein Mangel, dann leidet die Darmschleimhaut und ihre Funktionsfähigkeit nimmt ab.

Vitamin A ist beispielsweise unerlässlich für die Gesundheit der Schleimhäute im gesamten Organismus und so auch für die Prävention eines Leaky Gut Syndroms.

Zink ist für die Regeneration und Heilung der Darmschleimhaut erforderlich. Fehlt Zink, kann sich die Darmschleimhaut nur schlecht erholen und einem Leaky Gut Syndrom wird Vorschub geleistet.

Daher sollte Zink bei einem Leaky Gut Syndrom immer mit zur Therapie gehören – wie sich schon im Jahr 2001 in einer Studie zeigte, die in Inflammatory Bowel Diseases veröffentlicht wurde.

Italienische Forscher entdeckten, dass eine Nahrungsergänzung mit Zink (über 8 Wochen hinweg) das Leaky Gut Syndrom bei Patienten mit Morbus Crohn sehr gut bessern konnte. Die erzielte Besserung blieb auch im darauffolgenden Jahr bestehen, so dass es bei fast allen Probanden zu keinem erneuten Schub mehr kam.

Bakterien, Pilze, Parasiten und Viren bringen das gesunde Milieu im Körper aus dem Gleichgewicht und es kommt zu Magen-Darm-Infekten. Meist werden dann auch entsprechende Medikamente eingenommen, so dass nicht nur die Erreger selbst, sondern auch die Arzneimittel dem Darm schwer zusetzen.

Daher sind Darminfektionen in manchen Fällen auch nach der akuten Phase noch lange nicht vorbei. Zwar hat sich die Verdauung wieder einigermassen normalisiert, aber so richtig gut geht es einem irgendwie nicht.

Möglicherweise ist ein Leaky Gut Syndrom entstanden und verhindert jetzt die endgültige Regeneration.

Manchmal liegt eine Nahrungsmittelallergie vor, von der man gar nichts weiss. Zwar leidet man an allerlei Beschwerden, kann sie aber nicht zuordnen. Das kann daran liegen, dass sich manche Nahrungsmittelallergien zeitversetzt äussern.

Sie essen also beispielsweise ein Stück Käse – haben aber erst am nächsten Tag eine verstopfte Nase oder belegte Stimme. An den Käse als möglichen Auslöser denken Sie natürlich nicht – und essen diesen daher auch weiterhin wie bisher.

Oder Sie leiden immer wieder an Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen, wissen aber nicht, dass Sie an einer Glutensensitivität leiden und essen daher weiterhin glutenhaltige Speisen.

Diese regelmässige Belastung des Darmes mit Lebensmitteln, gegen die das Immunsystem mit Abwehrreaktionen vorgeht, kann langfristig die Darmschleimhaut schädigen und ein Leaky Gut Syndrom begünstigen.

Seien Sie daher aufmerksam, wenn Sie chronische Beschwerden haben. Lassen Sie immer mal wieder vier bis sechs Wochen lang ein Lebensmittel oder eine Lebensmittelgruppe weg (z. B. Milchprodukte, glutenhaltige Lebensmittel, Sojaprodukte, Ihre Lieblingswurst, bestimmte Früchte, Nüsse etc.) und beobachten Sie, ob es Ihnen mit dieser Massnahme besser geht.

Wenn Sie eine konkrete Besserung verspüren, essen Sie das zuvor weggelassene Lebensmittel wieder und schauen Sie, wie es Ihnen in den nächsten Tagen geht. Kehren die Symptome langsam zurück, können Sie von einer Nahrungsmittelallergie vom Typ 3 ausgehen (verzögerte Nahrungsmittelallergie). Inzwischen gibt es auch Labore, die konkret nach diesen Allergien forschen und entsprechende Analysen anbieten.

KPU (Kryptopyrrolurie) ist eine Stoffwechselstörung. Sie kann sowohl vererbt (primäre KPU) als auch im späteren Leben erworben sein (sekundäre KPU). Bei KPU kommt es durch Enzymdefekte zu einem Überschuss an Pyrrolen (bestimmte Stoffwechselabbauprodukte) im Blut, die sodann verstärkt über den Urin ausgeschieden werden (daher der Name “-pyrrol-urie”).

Leider nehmen die Pyrrole dabei auch Vitalstoffe aus dem Körper mit – und zwar insbesondere die folgenden drei: Vitamin B6, Zink und Mangan. Folglich leiden die Betroffenen an den entsprechenden Mangelerscheinungen. Und auch wenn nur wenige Menschen bisher von KPU wissen, so sollen dennoch weltweit 10 Prozent aller Menschen von dieser Erkrankung betroffen sein.

Betroffene leiden an den verschiedensten chronischen Erkrankungen (an der Schilddrüse, den Gelenken, den Knochen etc.), erhalten entsprechende Medikamente (für die Schilddrüse, die Gelenke, die Knochen ) und wissen nicht, dass sich ihr Zustand stark verbessern würde, wenn sie einfach die fehlenden Vitalstoffe zu sich nehmen würden.

Gerade die bei KPU fehlenden Vitalstoffe sind jedoch auch für einen gesunden Darm lebenswichtig. Daher verwundert es nicht, dass jene Marker, die auf eine KPU hinweisen, auch für ein Leaky Gut Syndrom sprechen, z. B. ein Mangel an sekretorischem IgA (sIgA) im Stuhl.

Auch andere LGS-Marker sind bei KPU oft auffällig. So sind z. B. das Alpha-1-Antitrypsin genauso wie das Zonulin erhöht. Es steht also ausser Frage, dass KPU-Betroffene aufgrund ihres Vitalstoffmangels vom Leaky Gut Syndrom besonders bedroht sind.

Die KPU kann sehr einfach über einen Urintest beim Arzt nachgewiesen werden.

Fällt das Ergebnis positiv aus, müssen erst die fehlenden Vitalstoffe in hohen Dosen eingenommen werden. Dann widmet man sich den übrigen Massnahmen gegen das Leaky Gut Syndrom.

Bevor wir nun zu den hilfreichen Massnahmen beim Leaky Gut Syndrom kommen, ist es sinnvoll, zunächst die Diagnosemöglichkeiten zu besprechen. Denn Sie möchten ja sichergehen, ob Sie tatsächlich ein Leaky Gut Syndrom haben oder nicht:

Früher wies man zur LGS-Diagnose u. a. Calprotectin, Histamin und Alpha-1-Antitrypsin (im Stuhl) nach. Diese Werte können bei einem Leaky Gut Syndrom zwar ebenfalls auffällig sein, doch können dahinter auch andere Problematiken stecken.

Sehr viel spezifischer für das Leaky Gut Syndrom sind hingegen die folgenden beiden Tests. Ergänzend dazu kann auch das sIgA im Stuhl bestimmt werden:

Lactulose und Mannitol sind zwei Zucker, die im Dünndarm nicht verstoffwechselt werden. Mannitol wird aktiv von den Darmschleimhautzellen resorbiert und mit dem Urin ausgeschieden.

Lactulose ist ein grösseres Molekül. Es wird daher normalerweise nur im geringen Umfang resorbiert und ist nur in kleinen Mengen im Urin nachweisbar.

Ist die Darmschleimhaut jedoch undicht, dann ändert sich die Resorptionsmenge dieser beiden Zuckerarten. Die Darmschleimhaut ist weniger aktiv, so dass auch weniger Mannitol resorbiert wird als von einer gesunden Darmschleimhaut.

Lactulose hingegen kann jetzt in grösseren Mengen den undichten Darm durchqueren, ins Blut und anschliessend in den Urin gelangen.

Das Verhältnis der resorbierten Mengen dieser beiden Zucker gibt man in Form des L/M-Quotienten an (L/M = Lactulose/Mannitol).

Der Test wird inzwischen in einigen gastroenterologischen Arztpraxen und auch Praxen für Naturheilverfahren angeboten und folgendermassen durchgeführt:

Man trinkt morgens nüchtern eine wässrige Lösung aus Mannitol und Lactulose, sammelt dann den Urin über 5 Stunden und gibt aus diesem Sammelurin eine Probe von 20 ml beim Labor bzw. dem Heilpraktiker oder Arzt ab. Eine halbe Stunde nach dem Trinken der Mischung kann man etwas Wasser trinken, nach 3 Stunden darf man auch eine Kleinigkeit essen.

Wenn im Blutserum der Zonulin-Wert steigt, dann kann auch das ein Hinweis für ein Leaky Gut Syndrom sein. Zonulin ist ein Protein, das die Tight junctions in der Darmschleimhaut öffnen kann und somit die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut verstärkt.

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Was aber erhöht die Zonulinwerte dermassen?

Gluten beispielsweise ist ein solcher Stoff, der die Zonulinwerte steigen lässt. Dies geschieht unmittelbar nach dem Verzehr von Weizen und anderen glutenhaltigen Getreidearten. Je mehr Zonulin nun im Blut gemessen werden kann, umso wahrscheinlicher ist ein Leaky Gut Syndrom.

Auch ein spezieller Immundefekt kann zu chronisch erniedrigten sIgA-Werten führen. Doch wenn ein solcher ausgeschlossen werden kann, dann sind die niedrigen sIgA-Werte ein Hinweis auf eine erhöhte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut.

Falls Sie eine Nahrungsmittelintoleranz bei sich vermuten, sollten Sie einen entsprechenden Test machen lassen, damit Sie die jeweiligen Nahrungsmittel vorerst aus Ihrem Speiseplan streichen können, um dem Darm die ständigen Irritationen zu ersparen. Diese können nämlich sehr stark zur Entstehung eines Leaky Gut Syndroms beitragen.

Andererseits können Nahrungsmittelintoleranzen auch erst die Folge eines Leaky Gut Syndroms sein.

Informationen zu den einzelnen Intoleranzen und wie diese diagnostiziert werden können, finden Sie hier:

Was können Sie nun konkret tun, wenn nun ein Leaky Gut Syndrom sicher diagnostiziert wurde?

Aus den weiter oben beschriebenen Eigenschaften und Kennzeichen des Leaky Gut Syndroms, ergeben sich die folgenden naturheilkundlichen Massnahmen:

Die Schleimschicht im Magen-Darm-System wird natürlich am allerbesten dann geschützt, wenn erstens keine schädigenden Lebensmittel und Getränke mehr im Körper eintreffen und wenn zweitens die Darmflora ausgeglichen ist.

Also werden Sie ab sofort schädigende Lebensmittel und Getränke meiden und für eine gesunde Darmflora sorgen. Bis sich dann aber wieder eine gesunde Schleimschicht bildet, dauert es ein bisschen. Sie können jedoch übergangsweise für einen natürlichen Ersatz der Schleimschicht sorgen, nämlich indem Sie schleimhaltige oder schleimbildende Lebensmittel verzehren:

Schleim liefern zum Beispiel Leinsamen, Flohsamen oder Chiasamen. (Goldener Leinsamen liefert mehr Schleimstoffe als der braune.) Geben Sie am Vortag 2 – 3 EL Leinsamen mit 250 bis 500 ml Wasser in ein Schüsselchen. Geschrotete Leinsamen ergeben mehr Schleim. Am Morgen kochen Sie den Leinsamenschleim kurz auf und giessen ihn anschliessend durch ein feines Sieb. Füllen Sie den Schleim in eine Thermoskanne und trinken ihn lauwarm über den Tag verteilt, z. B. in drei Portionen.

Auch schleimbildende Heilpflanzen können eingesetzt werden, wie z. B. die Eibischwurzel. Sie wirkt schleimhautschützend und reizlindernd. Damit sich der Schleim aus der Wurzel löst, ist ein kalter Ansatz erforderlich. Hitze würde den Schleim abbauen und die Wirkung vermindern:

Übergiessen Sie 1 TL zerkleinerte Eibischwurzel oder 1 TL Eibischblätter mit einer Tasse kaltem Wasser. Lassen Sie den Ansatz 1 bis 2 Stunden stehen und rühren Sie immer wieder um. Dann giessen Sie den Ansatz ab und trinken ihn schluckweise. Aufbewahren sollten Sie den Eibischkalttee nicht.

Eibischwurzeltee finden Sie hier unter diesem Link.

Süssholz kann sehr gut die Schleimhaut schützen. Die nach Lakritz schmeckende Wurzel normalisiert ausserdem die Schleimzusammensetzung und fördert die Schleimproduktion der Schleimhäute, ohne im Magen die Säurebildung anzuregen. Die Süssholzwurzel wirkt überdies entzündungshemmend und heilend.

Bringen Sie 1 TL Süssholzwurzel mit 150 ml kaltem Wasser zum Kochen, lassen Sie es kurz weiterkochen und giessen Sie den Tee dann ab. Sie können davon 3 bis 5 Tassen täglich trinken. Nach 4 – 6 Wochen aber sollten Sie eine mehrwöchige Pause einlegen – wie immer bei stark wirksamen Heilpflanzen.

Süssholzwurzeltee finden Sie hier unter diesem Link.

Probiotika sind für den Aufbau der Darmflora das A und O. Begleitend können aber auch probiotische Lebensmittel, wie rohes Sauerkraut und Kimchi oder andere fermentierte Speisen sowie fermentierte (alkoholfreie) Getränke eingesetzt werden – natürlich immer unter Berücksichtigung der individuellen Verträglichkeiten.

Probiotische Darmbakterien können die Darmschleimhautzellen zu einer vermehrten Bildung der Tight Junctions anregen. Die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut verringert sich dadurch wieder. Normalerweise werden Probiotika 1- bis 2-mal täglich zu den Mahlzeiten eingenommen, wie z. B. Combi Flora SymBio.

Probiotika sind auch Bestandteil einer Darmsanierung, die auf dreierlei Wegen das Leaky Gut Syndrom bessern kann:

Einmal über die eben beschriebenen Vorteile der probiotischen Bakterien. Zweitens über das enthaltene Flohsamenschalenpulver, das einen gut gleitenden Schleim bildet, der die Darmwände sehr schonend reinigt und den noch fehlenden oder nur dünn vorhandenen körpereigenen Schleim ersetzen kann. 

Drittens enthält eine Darmreinigung auch Bentonit oder Zeolith. Es handelt sich hier um Mineralerden, die auf die starke Absorption von Giften aller Art spezialisiert sind und daher die Darmschleimhaut enorm entlasten. Zudem verhindern sie, dass die Gifte in die Blutbahn gelangen. Gebunden an Bentonit oder Zeolith werden diese jetzt mit dem Stuhl ausgeschieden.

Eine Darmsanierung dauert – je nach Darmsituation – etwa 1 bis 3 Monate. Probiotika sollten hingegen generell etwa 3 Monate lang eingenommen werden.

Während Probiotika aus probiotischen Bakterien bestehen, handelt es sich bei Präbiotika um Stoffe, die den probiotischen Bakterien als Nahrung dienen, wie z. B. Inulin oder FOS (Fructooligosaccharide), die z. B. im Yaconsirup oder -pulver zu finden sind.

Präbiotika sind deshalb so wichtig, weil sich in einem angeschlagenen Darm die positiven Bakterien nur sehr zögerlich ansiedeln. Stellt man ihnen jedoch ausreichend hochwertige Nahrung (Präbiotika) zur Verfügung, dann kann sich die Darmflora viel schneller erholen – was beim Leaky Gut Syndrom ganz besonders wichtig ist.

Doch ist ein LGS-Darm gleichzeitig oft auch sehr empfindlich. Falls Sie also Präbiotika einnehmen möchten, sollten Sie dies sehr langsam tun und mit kleinen Dosen starten, um Ihre persönliche Verträglichkeit zu testen. Andernfalls könnte es zu Blähungen und anderen Verdauungsbeschwerden kommen.

Bei einem Leaky Gut Syndrom liegt – wie oben erklärt – oft gleichzeitig eine Infektion mit Candida-Pilzen vor, die verhindert, dass sich eine gesunde Darmflora aufbauen kann.

Eine Candida-Infektion kann sich in vielen Symptomen zeigen. Dazu können Darmbeschwerden (Blähungen) gehören, Kopfschmerzen oder auch einfach nur vereinzelt auftretende runde ausschlagähnliche Erscheinungen auf der Haut, die nicht einmal mit Juckreiz einhergehen müssen.

Zur konkreten Diagnose kann man einen Darmflora-Test durchführen lassen, den es mittlerweile sogar für zu Hause gibt und den man online bestellen kann.

Falls bei Ihnen eine Candida-Infektion festgestellt wird, wählen Sie zusätzlich zur Darmsanierung gezielt Anti-Candida-Massnahmen aus, z. B.

 Lapachotee finden Sie hier unter diesem Link.

Sie können sich für eine dieser Massnahmen entscheiden oder aber auch mehrere miteinander kombinieren – abhängig vom Grad Ihrer Pilzinfektion.

Dieses Thema ist so umfangreich, dass wir ihm einen eigenen Artikel gewidmet haben: Candida natürlich bekämpfen

Zur Regeneration der Darmschleimhaut trägt natürlich bereits die zuvor beschriebene Darmsanierung bei. Darüber hinaus stehen noch weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Suchen Sie sich jene aus, die am besten zu Ihnen und Ihrem Befinden passen. Starten Sie auch hier mit jeweils kleinen Dosen und testen Sie Ihre individuelle Verträglichkeit.

L-Glutamin ist eine Aminosäure, von der man schon seit vielen Jahren weiss, dass sie sich heilend auf die Darmschleimhaut auswirkt. L-Glutamin kann die Durchlässigkeit der Darmschleimhaut reduzieren, die Darmbarriere aufrechterhalten und chronische Entzündungsprozesse lindern. Umgekehrt führt ein L-Glutamin-Mangel zu einer Schädigung der Darmbarriere (Leaky Gut) und zu Störungen der Darmfunktion.

Für den Darm stellt L-Glutamin gar die Hauptenergiequelle dar. Es verwundert daher nicht, dass die Darmschleimhautzellen 70 Prozent des gesamten mit der Nahrung aufgenommenen L-Glutamins verbrauchen.

Im Jahr 2004 konnte die hervorragende Wirkung von L-Glutamin auf den Darm in einer klinischen Studie mit 20 Patienten, die gerade eine Bauch-OP hinter sich gebracht hatten, nachgewiesen werden (5). (Operationen gelten als eine Ursache für schnell eintretenden L-Glutamin-Mangel und auch für ein Leaky Gut Syndrom).

10 Patienten erhielten eine Woche lang 30 g Glutamin pro Tag, die anderen 10 erhielten ein Placebopräparat. (Inzwischen rät man zu L-Glutamin-Dosen von 0,5 g pro Kilogramm Körpergewicht und Tag).

In der Placebogruppe sanken die Serum-Glutamin-Werte und auch die Leaky-Gut-Tests fielen positiv aus. So war der L/M-Quotient in der Placebogruppe sehr viel höher als in der Glutamingrupe. Zudem erholte sich die Glutamingruppe wesentlich schneller von der Operation. Die Körpertemperatur war bei den Glutamin-Probanden niedriger, die Herzwerte besser und die Zahl der Leukozyten (und damit der Entzündungsgrad) war geringer.

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Zwei weitere Studien zeigten ebenfalls, dass L-Glutamin bei einem Leaky Gut Syndrom hilfreich sein kann (3, 4).

Allerdings gibt es auch zwei Studien, in denen L-Glutamin (bei Morbus-Crohn-Patienten und vierwöchiger Einnahme von 3-mal täglich je 7 g L-Glutamin) keine merkliche Besserung brachte (1, 2), so dass mal wieder nichts anderes übrig bleibt, als bei sich selbst zu testen, ob sich eine Wirkung zeigt oder nicht – selbstverständlich immer in Verbindung mit einer entsprechend darmfreundlichen entlastenden Ernährung und einer individuellen Auswahl der anderen hier aufgeführten Massnahmen.

Viele L-Glutamin-Präparate sind Kapselpräparate mit L-Glutaminmengen von 1 bis 2 Gramm pro Kapsel bzw. empfohlener Tagesdosis. Diese Dosen sind für die Therapie des Leaky Gut Syndroms zu gering. Daher ist es sinnvoller, ein L-Glutaminpulver zu wählen.

Hochwertiges veganes, gentech-freies und in Deutschland produziertes L-Glutamin-Pulver finden Sie hier unter diesem Link.

Starten Sie jedoch mit kleinen L-Glutaminmengen, um sich langsam daran zu gewöhnen und Unverträglichkeiten auszuschliessen, z. B. mit 1- bis 2-mal täglich je 3 g auf nüchternen Magen  (den Pulverprodukten liegt ein Messlöffel bei). Dann steigert man langsam auf 2-mal täglich 5 g und startet dann mit einer zweiwöchigen Intensivkur, die folgendermassen aussehen könnte:

Bei Bedarf kann man anschliessend noch weiter 1-mal täglich 5 g nehmen.

L-Glutamin sollte nicht länger als 8 Wochen eingenommen werden. Legen Sie dann eine mehrwöchige Pause ein, bevor Sie – wenn nötig – erneut mit der Einnahme beginnen. Allerdings wird an mancher Stelle auch zu einer dauerhaften Einnahme von 5 bis 10 g täglich geraten. Wir würden jedoch immer wieder testen, ob der Organismus nicht auch ein bestimmtes Präparat auskommt, denn gerade L-Glutamin wird ja nicht zur Behebung eines Mangels eingesetzt (wie z. B. Vitamin D oder B12), der wieder auftritt, sobald man das Präparat absetzt. L-Glutamin soll hingegen bei der Heilung der Darmschleimhaut helfen. Ist der Heilprozess abgeschlossen, benötigt man auch kein L-Glutamin mehr.

Verwechseln Sie L-Glutamin nicht mit der Glutaminsäure oder gar mit dem Geschmacksverstärker Glutamat. Beide Substanzen sollten nicht zur Nahrungsergänzung eingesetzt werden.

Wenn man bei einem ausgeprägten Leaky Gut Syndrom befürchtet, dass es für die Einnahme von probiotischen Bakterien noch zu früh ist oder man diese nicht verträgt, kann man ein ganz besonderes Präparat ausprobieren: Colibiogen® 

Colibiogen® finden Sie hier unter diesem Link.

Es handelt sich NICHT um ein Probiotikum und enthält daher auch keine lebenden Darmbakterien. Stattdessen enthält es die Stoffwechselprodukte bestimmter Darmbakterien, was zu einer entzündungshemmenden und immunregulierenden Wirkung führt und der Schleimhaut bei der Regeneration hilft.

Gerstengras und Gerstengrassaftpulver gelten als natürliches Darmtherapeutikum der Naturheilkunde. Beide wirken sich besonders vorteilhaft auf die Regeneration der Darmschleimhaut aus. Ein täglicher Shake aus Gerstengraspulver und Wasser, in Kombination mit verträglichen Früchten oder Avocado, ist daher eine gut Massnahme zur Verbesserung der Darmgesundheit. Natürlich können Sie auch Weizengras oder eine andere Grassaft-Variante wählen.

Da grüne Blattgemüse, Gräser und Kräuter schon allein aufgrund ihres hohen Chlorophyll- und Vitalstoffgehalts generell eine stark heilende Wirkung auf die Schleimhäute haben, zusätzlich entgiften und Entzündungen hemmen, sind grüne Smoothies oder grüne Säfte ein wichtiger Bestandteil des Programms zur Ausheilung des Leaky Gut Syndroms.

Details über das Chlorophyll und seine wunderbar heilenden Eigenschaften lesen Sie hier: Chlorophyll nährt, schützt und vitalisiert

Besonders schädlich für die Darmschleimhaut ist eine unvollständige Verdauung. Dazu kann es kommen, wenn zu wenig Verdauungsenzyme oder auch wenn zu wenig Magensäure gebildet wird. Experimentieren Sie bei Verdauungsbeschwerden daher mit Verdauungsenzymen und mit Bitterstoffen. 

Bei einem Magensäureüberschuss sollten Sie mit Bitterstoffen vorsichtig sein, da diese die Magensäurebildung fördern. Wenn Ihre Beschwerden daher nach der Einnahme von Bitterstoffen schlimmer werden, spricht dies für einen Magensäureüberschuss, tun Ihnen Bitterstoffe gut, leiden Sie eher an Magensäuremangel. Ein Magensäuremangel kann sich übrigens – genau wie ein Magensäureüberschuss – mit Sodbrennen äussern. Sodbrennen sollte also nicht dazu führen, dass Sie Bitterstoffe meiden. Probieren Sie es besser aus!

Bitterstoffe regen nicht nur die Magensäurebildung an, sondern auch den Gallenfluss sowie die Produktion der Verdauungssäfte aus den Speicheldrüsen. Zusätzlich werden die motorischen Leistungen des Magens, des Darms und der Gallenblase verbessert.

Die Verdauung wird mit Hilfe von Bitterstoffen somit optimiert, was gerade bei einem Leaky Gut Syndrom von herausragender Wichtigkeit ist. Zur Versorgung mit Bitterstoffen eignen sich die folgenden natürlichen Präparate:

Wenn Sie unter einer chronischen Gastritis oder einem Magengeschwür leiden, sollten Sie keine konzentrierten Bitterstoffe einnehmen.

Natürlich gilt auch beim Leaky Gut Syndrom wie bei jeder Krankheit, dass man alle benötigten Vitalstoffe in der erforderlichen Menge zuführen muss. Es genügt also nicht, einfach nur Zink und Vitamin A einzunehmen, weil diese beiden Vitalstoffe bekanntermassen so gut auf die Darmschleimhaut einwirken.

Genauso sollten Sie überprüfen, ob Sie ausreichend Omega-3-Fettsäuren zu sich nehmen, da diese merklich entzündungshemmend wirken.

Denken Sie überdies an Magnesium, Eisen, Selen, Vitamin D, Vitamin B12 bzw. den gesamten B-Komplex einschliesslich Folsäure und natürlich auch an Vitamin C und Vitamin E.

Die Aufzählung all der Vitalstoffe an dieser Stelle bedeutet nicht, dass Sie alle in Form von Nahrungsergänzungen einnehmen müssten. Was Sie jedoch tun sollten, ist, Ihre Ernährung in Augenschein nehmen und überlegen: Welche Vitalstoffe fehlen dort? Welche sollte ich zuführen? Welche Lebensmittel sollte ich dazu verstärkt verzehren? Sie können diesen Aspekt auch mit einem ganzheitlichen Ernährungsberater besprechen, der Ihnen helfen kann, hier einen passenden Ernährungsplan zu erstellen.

Ihre Eisen- und Vitamin-D-Werte kann Ihr Hausarzt überprüfen, so dass Sie auf diese Weise sehr schnell erfahren, ob Sie Ihre Ernährung mit diesen beiden Vitalstoffen ergänzen sollten oder nicht.

Viele der genannten Vitalstoffe wirken stark antioxidativ und daher entzündungshemmend, was direkt zum nächsten Punkt führt:

Beim Leaky Gut Syndrom sind im Darm stets latente entzündliche Prozesse im Gange. Gleichzeitig entstehen grosse Mengen freier Radikale, die den Darm zusätzlich belasten und das Leaky Gut Syndrom noch weiter verschlimmern. Daher sollten Antioxidantien eingesetzt werden, die entzündungshemmend wirken, freie Radikale eliminieren und auf diese Weise weitere Schleimhautveränderungen verhindern.

Zu den effektivsten Antioxidantien gehören: OPC, Astaxanthin, Curcumin, Glutathion, Kiefernrindenextrakt, Quercetin, Rutin, Hesperidin, Anthocyane und viele mehr.

Manche Lebensmittel sind besonders antioxidantienreich, z. B. Kurkuma, Moringa, Granatäpfel oder Beeren (z. B. Aroniabeere). Viele Antioxidantien lassen sich auch sehr einfach auch als Nahrungsergänzung einnehmen, gerade Curcumin aus Kurkuma, Moringapulver oder Aroniasaft.

Glutathion ist ein körpereigenes Antioxidans, das der Organismus selbst herstellen kann. Die körpereigene Glutathionproduktion kann durch die Einnahme spezieller Stoffe deutlich gesteigert werden: Dabei handelt es sich um die folgenden vier, die selbst ebenfalls antioxidativ wirken: Sulforaphan, Curcumin, Grünteeextrakt und Pterostilben (in allen dunklen Beeren).

Auch die Mariendistel, die man eher als Lebertonikum kennt, unterstützt die Steigerung des Glutathionlevels. Überdies hat sie beim Leaky Gut Syndrom noch weitere hervorragende Wirkungen. Einerseits hilft sie dabei, die Leber zu regenerieren, was für den Darm bedeutet, dass er unter einer geringeren Giftbelastung zu leiden hat, besser durchblutet ist und sich schneller regenerieren kann. Andererseits wirkt die Mariendistel antioxidativ und auf die Darmschleimhaut entzündungshemmend.

Natürlich müssen Sie nicht viele verschiedene Antioxidantien einnehmen. Wählen Sie aus den genannten Antioxidantien einfach eines oder zwei aus, wenden Sie diese kurweise an (z. B. bis die Packung aufgebraucht ist) und wechseln Sie anschliessend ab.

Parallel dazu gelten die folgenden Regeln. Ignoriert man sie, wird es nie zu einer vollständigen Heilung des Leaky Gut Syndroms kommen können:

Die Regeneration eines Leaky-Gut-Syndroms kann mehrere Wochen bis hin zu 18 Monaten in Anspruch nehmen. Gehen Sie die Sache also mit Geduld, aber auch der nötigen Konsequenz an.

Wenn Sie unter einer chronischen Erkrankung, einer Autoimmunerkrankung, einer Allergie, häufigen Infektionen, einem schwachen Immunsystem oder anderen diffusen Symptomen leiden, die keiner bekannten Ursache zugeordnet werden können, dann ist die Chance gross, dass hier ein Leaky Gut Syndrom beteiligt ist – unabhängig davon, ob Sie zusätzlich häufig Verdauungsprobleme haben oder nicht.

Da 80 Prozent des Immunsystems im Darm lokalisiert ist, sollte die Gesundheit dieses Organs eindeutig Priorität haben. Sobald Ihr Darm wieder gesund ist, kann der Rest Ihres Körpers nachziehen und Heilung kann einsetzen – ganz gleich, wo diese im Organismus erforderlich ist.

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Mein 9 Tage schleimfreie Heilkost Experiment nach Arnold Ehret

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Teil 9: Liste der SCHLEIMFREIEN, SÄUREBINDENDEN und nicht

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